Planung

... weniger ist mehr ...

Planungshilfe des Klimabündnis Oberösterreich:

Mehrwegsystem

Die Verwendung von Mehrwegsystemen sollte unbedingt verpflichtend sein! Caterer-, Buffet-, Verkaufsstand- und Restaurantsbetreiberlnnen werden rechtzeitig darüber informiert und die Verwendung von Mehrwegsystem sollte auch Bestandteil des Vertrages mit dem Restaurant bzw. dem Stand sein. Planen Sie dabei rechtzeitig, bei den AnbieterInnen von Mehrwegsystemen kann es in der Hochsaison zu Engpässen kommen. Kalkulieren Sie die nötige Infrastruktur (Rückgabemöglichkeit, Flächenbedarf, nötiges Kleingeld, erhöhter Personalaufwand, ...) ebenso Wasser- und Stromanschlüsse für Geschirrmobile mit ein. Es gibt auch bei Mehrwegbecher-Leihsystemen die Möglichkeit ua. Becher ungewaschen oder gewaschen zurückzugeben.

Alu-Dosen und Einweggebinde

Verwenden Sie keine Alu-Dosen und vermeiden Sie Einweggebinde

Planung

Planen Sie rechtzeitig. Bei den AnbieternInnen von Mehrwegsystemen kann es in der Hochsaison zu Engpässen kommen. Kalkulieren Sie die nötige Infrastruktur und den Personalaufwand.

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Mehrwegkunststoffbecher

Wo Gläser nicht verwendet werden dürfen (z.B. aus Sicherheitsgründen auf Sportplätzen), nützen Sie das Angebot von Mehrwegkunststoffbechern.

Pfandsystem

Führen Sie ein Pfandsystem ein. Geben Sie alle Getränkegebinde nur gegen ein Pfand von € 2,- ab, damit sie vollständig wieder zurückkommen. Auch bei Geschirr ist ev. ein Pfand zu bevorzugen (unbeschädigte Rückgabe).

Verantwortlicher

Bestimmen Sie eine verantwortliche Person für die Organisation der »sauberen Veranstaltung«. Je nach Größe der Veranstaltung braucht es auch jemanden, der die Vereinbarungen kontrolliert.

Großgebinde

Kaufen Sie Getränke in Großgebinden und Mehrwegsystemen. Nutzen Sie Spender an Stelle von Portionsverpackungen (etwa für Zucker, Kaffeemilch, Senf oder Ketchup).

Ohne Geschirr

Nutzen Sie auch die Möglichkeit, Speisen ohne Geschirr und Besteck anzubieten; zB. Speisen direkt im Brötchen oder in Pergamentersatzpapier oder Waffeln in einer Serviette.

Abfalltrennung

Die getrennte Sammlung von Abfall im Servicebereich ist ein Muss. Trennen Sie nach Glas, Papier, Metallverpackungen, Kunststoffverpackungen, Biomüll, Speiseöl und Restmüll und entsorgen Sie diese Abfallsorten umweltgerecht.

Im Besuchsbereich funktioniert erfahrungsgemäß eine Mülltrennung nicht befriedigend. Deswegen sollte dringend ein Mehrwegsystem für Geschirr und Besteck verwendet werden. Für den Restmüll stellen Sie möglichst viele Müllbehälter  mit großen Einwurföffnungen an gut sichtbaren Plätzen auf.­ Am Besten neben den Konsumationsständen. Achten Sie darauf, dass die Restmüllbehälter während der Veranstaltung nicht übervoll werden. Sonst entstehen unschöne Müllberge.

Werbung

Verzichten Sie auf das Verteilen von Flyern und achten Sie darauf, dass während des Festes niemand andere Zettel verteilt. Kündigen Sie ihr Programm durch genügend, strategisch gut positionierte  Plakate/lnfotafeln an. Während des Festes können die Gaste durch regelmäßige Durchsagen, Beamer oder durch eine moderne Bildschirmtechnik gut über den Programmverlauf informiert werden.

Achten Sie darauf, dass Ihre Plakate und Aussendungen nach der Richtlinie »schadstoffarme Druckerzeugnisse« des Österreichischen Umweltzeichens gedruckt wird.

Dekoration

Planen Sie die Dekorationen so, dass diese oder Teile davon an anderen oder der nächsten Veranstaltung wieder verwendet werden können. Geben Sie umweltschonenden Materialien  den Vorzug.

Download "Maßnahmenblatt Abfall" ...


Text: Klimabündnis OÖ
Geschirrmobil und Leihgeschirr

wo sich viel abspült, wird sauber gefeiert

Geschirrmobile und Zubehör können in Brunnenthal bei Hr. Dorfer ausgeliehen werden - www.geschirrmobile.at. Teilweise bieten auch Siedlervereine und Feuerwehren wie zB die FF St. Aegidi - http://ff-st-aegidi.at/fuhrpark/geschirrmobil - Leihmöglichkeiten an.

Bei Green Events gibt es auch eine Förderung, für den Einsatz eines Geschirrmobiles. Mehr zu green Events ...


Mitglieder des Musikverein Riedau - Bezirksmusikfest 2018; Foto: BAV Schärding

Sie verleihen auch Geschirr, Becher, Geschirrmobile, ... und werden hier nicht erwähnt? Dann melden Sie sich bei uns: 07766/2220-1, Johannes Weninger.

Abfalltrennung bei Festen

Abfalltrennung ist Pflicht

In allen ASZ im Bezirk Schärding können Tonnen und Glascontainer zur Abfalltrennung bei Veranstaltungen kostenlos ausgeliehen werden. Einstecksäcke für die Tonnen bieten ein unbegrenztes Sammelvolumen. Ist der Sack voll, einfach zubinden, zur Seite stellen und einen neuen Sack in die Tonnen stecken.

Eine Kaution von € 40,- ist bar zu hinterlegen. Bitte direkt in Ihrem ASZ reservieren, abholen, ...!

Kostenlose Beratungen: 07766/2220-1 Johannes Weninger

Tipps:

  • eine verantwortliche Person nominieren
  • jeder Behälter muss beschriftet sein
  • alle informieren
  • rechtzeitig planen - bereits beim Einkauf lässt sich viel Abfall vermeiden

Foto: BAV Schärding
Mehrweggeschirr und -becher: Einkaufsaktion

... damit Abfallvermeidung leistbar bleibt

Haben Sie auch schon Gulasch mit „Plastikgeschmack“ vom Billig-Wegwerfteller gegessen und Einwegbecher-Müllberge nach Ihrer Party erklettert? Mehrweggeschirr und Mehrwegbecher bieten ein Mehrweg-Geschmackserlebnis und lassen Müllberge verschwinden.

Vorteile von Mehrweggeschirr:

  • das Aufräumen wird auf ein Minimum reduziert und die „Partyzone“ bleibt sauber
  • Ess- und Trinkkultur garantiert ohne Plastikgeschmack
  • mehr Geld für Essen und Trinken durch geringere Entsorgungskosten und lange Lebensdauer
  • positive Eindrücke bei Gästen, Nachbarn und im Zeitungsbericht
  • gut für die Umwelt - weniger Rohstoffe, Wasser, Energie werden verbraucht

Angebot des BAV Schärding:

Damit Abfallvermeidung leistbar bleibt, bieten wir eine Einkaufsaktion für Mehrweggeschirr und -besteck an. Von der Desserttellerbox über die Besteckbox bis hin zum Glühweinhäferl ist alles dabei. Natürlich kann man auch kleinere Einheiten dazu- bzw. nachbestellen. Somit hat man über viele Jahre ein „Mehr“ an Essvergnügen und weniger Abfall.

Download Info- und Bestellblatt ...


Foto: www.cupsolutions.at
Green Events

Was ist das? Was bringt es mir?

Warum ein GreenEvent?

Wer Veranstaltungen organisiert, weiß: Sie haben einen hohen sozialen, wie kulturellen Wert, aber aufgrund des Ressourcenverbrauchs auch einen ökologischen Preis. Dank nachhaltiger Veranstaltungsplanung lässt sich dieser senken und ein klimafreundlicher Lebensstil vermitteln.

Grundsätze:

  • Es werden klimaverträgliche Produkte (saisonal, regional, biologisch und fair gehandelt) angeboten.
  • Müll wird weitestgehend vermieden – auch in der Bewerbung. Jener, der sich nicht vermeiden lässt, wird getrennt.
  • Die Anreise erfolgt umweltfreundlich – sprich öffentlich, mit dem Fahrrad oder zu Fuß.
  • Es wird auf einen sorgsamen Verbrauch von Wasser, Strom und Energie geachtet.
  • Soziale Aspekte, wie Interkultur und Barrierefreiheit werden thematisiert.

Welche Unterstützung gibt‘s?

  • Kostenlose Beratung, Begleitung und Zertifizierung durch das Programm „KlimaKultur – GreenEvents OÖ“
  • Aktionsideen und Kontaktaufbereitung von Betrieben und Einrichtungen
  • Anreizförderung vom Land OÖ für Vereine und Initiativen
  • Förderung durch die OÖ Klimarettung für Klimabündnisgemeinden

Weiterführende Infos sind auf der Homepage: www.klimakultur.at zu finden.


Text/Bild: Klimabündnis OÖ - www.klimabuendnis.at