Wichtige Infos Abfallwirtschaft Wels
Trennen im Haushalt

Trennanleitung

Oft ist es gar nicht so einfach, seine Abfälle richtig zu trennen - schließlich gibt es vor allem bei den Verpackungen viele verschiedene Materialien, Formen und Zusammensetzungen. Für alle, die es ganz genau wissen wollen, haben wir die Detailinfos in unserer Datenbank "Profis wissen was" abgespeichert.

Für alle, die die wichtigsten Informationen auf einen Blick zusammengefasst nachlesen wollen, haben wir das Wichtigste im Infoblatt Abfalltrennung dargestellt.

Entsorgung von Abfällen in der Corona-Krise

Mit Abfällen aus Haushalten, in denen Personen am Coronavirus erkrankt sind oder der Verdacht einer Infektion besteht (Quarantäne), soll wie folgt umgegangen werden: 

Abfälle, die eventuell mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) kontaminiert sind, sollten unter Beachtung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen gemeinsam mit dem Restmüll entsorgt werden. Solche Abfälle dürfen nicht den Sammelsystemen für die getrennte Erfassung von Wertstoffen (z.B. Papiertonne, Biotonne, gelber Sack) zugeführt werden. Nur Glasabfälle können wie bisher getrennt entsorgt werden.
Alle anderen Haushalte entsorgen ihre Abfälle aus dem Haushalt wie bisher – also getrennt.

Infoblatt Entsorgung von Corona-Abfällen

Grünabfälle richtig sammeln

Wohin mit Grün- und Strauchschnitt?

Die einfachste Möglichkeit, kleine Mengen Grünabfall zu entsorgen, bietet die Biotonne oder der eigene Komposthaufen. Zusätzlich sind in der Stadt Wels für "Scheibtruhenmengen" neun Grünabfallsammelstellen eingerichtet.

Fällt mehr Grünabfall an oder auch eine größere Menge sperriger Strauschnitt, sind die Altstoffsammelzentren Wels-Nord und Mitterhoferstraße die richtige Adresse zur Anlieferung.

Die Information, wie große Mengen Strauchschnitt nach dem Fällen eines Baumes oder dem Entfernen einer Hecke am günstigsten entsorgt werden können, geben die Abfallberater gerne am Misttelefon 07242-54060.

Alle wichtigen Infos sind zusammengefasst im Infoblatt Grünabfall.

Sammlung im Altstoffsammelzentrum

Altstoffsammelzentrum - das Meiste kostenlos, aber nicht alles

Der überwiegende Teil an Stoffen, die ins ASZ gebracht werden, kann kostenlos abgegeben werden: alle getrennt gesammelten Verpackungen, alle Elektroaltgeräte und Batterien, alle Problemstoffe und fast alle Altstoffe.

Kostenpflichtig sind derzeit Altreifen, Baurestmassen und Asbestzement (oberhalb der Freigrenze), Mineralwolle, Restabfall und Abfälle aus dem Baubereich.

Unter den letzten Punkt fallen Vliese, verschmutzte Folien, XPS-Polystyrol oder Fassadenteile. Auch Abfälle aus Haus und Garten, die bei Renovierungsarbeiten anfallen, sind zu bezahlen. Das betriftt beispielsweise Tapeten, Vliese und Teichfolien.

(gültig für Haushalte, für gewerbliche Anlieferungen gelten eigene Regeln)

Baurestmassen / Abbruchmeldung

Gebäudeabbruch - was tun?

Im Sinne der Ressourcenschonung sollen verwertbare Baurestmassen wiederverwendet und nicht deponiert werden. Mit 28.10.2016 ist die Novelle der Recyclingbaustoff-Verordnung in Kraft getreten. Damit ergeben sich Änderungen bei Gebäudeabbrüchen, die nach diesem Datum bewilligt wurden.

Grundsätzlich gilt:

  • Der Gebäudeabbruch muss beim Gemeindeamt angezeigt werden.
  • Das Bauwerk ist zu entkernen (Herstellung des Rohbauzustandes).
  • Die anfallenden Abfallarten (z.B. Bauschutt, Holz, Metalle, Kunststoffe, Restabfall) müssen getrennt entsorgt werden.
  • Gefährliche Abfälle (wie Asbestzement, Teer, etc. sind von nicht gefährlichen Abfällen zu trennen.
  • Die Baurestmassen dürfen nur bewilligt (Baurecht, Naturschutzrecht, Forstrecht) für eine zulässige Baumaßnahme eingesetzt werden. Hat der Bauherr keine zulässige Verwendung für die  Baurestmassen, so müssen diese an einen befugten Entsorgungsbetrieb übergeben oder in einer Baurestmassendeponie entsorgt werden.

Nach Abschluss der Abbrucharbeiten muss das Formular „Mengenmeldung nach dem Gebäudeabbruch" an den BAV übermittelt werden. Die Daten müssen vom BAV an das Amt der OÖ. Landesregierung übermittelt werden. Sämtliche Gutachten, Fotodokumentationen und Entsorgungsnachweise müssen gemeinsam mit den dazugehörigen Belegen mindestens sieben Jahre lang aufbewahrt werden. Dies dient – im Fall einer Überprüfung durch das Zollamt – der Beweislage.

Weniger als 750 Tonnen Bau- oder Abbruchabfälle:

  • Darunter fallen beinahe alle Einfamilienbauten.
  • Es ist kein Rückbaukonzept und keine Stör- und Schadstofferkundung durch eine rückbaukundige Person erforderlich.
  • Mineralische Abfälle aus dem Abbruch können ohne analytische Untersuchung auf derselben Baustelle, auf der die Abfälle angefallen sind, bautechnisch verwertet werden,  sofern durch ein alternatives Qualitätssicherungssystem sichergestellt ist, dass diese weitgehend frei von Schad- und Störstoffen sind und auch keine sonstigen Verunreinigungen enthalten.

     

Mehr als 750 t Bau- oder Abbruchabfälle:

  • Ein Rückbaukonzept gemäß ÖNORM B 3151 und eine Schad- und Störstofferkundung durch eine rückbaukundige Person ist durchzuführen.
  • Vor einem Einbau der Baurestmassen ist eine chemische Analyse notwendig.
    Werden Vorschriften nach dem Altlastensanierungsgesetz nicht eingehalten, kann dies zu empfindlichen Strafen durch die Zollbehörde führen. Um dem vorzubeugen bietet der Bezirksabfallverband auch Beratungen an.

Hier finden Sie Infomaterial zum Download

Restabfall

Was gehört in den Restabfall

Grundsätzlich gehören in den Restabfall nur all jene Abfälle, die nicht sinnvoll verwertet werden können, also die nicht getrennt gesammelt werden können, die frei von gefährlichen Inhaltsstoffen sind und die in den Abfallbehälter passen. Die Restabfallentsorgung ist im Gegensatz zur getrennten Sammlung kostenpflichtig. Folglich kann durch eine konsequente Abfallvermeidung und eine sortenreine Abfalltrennung das Restabfallaufkommen reduziert werden. Das würde in Folge eine deutliche Kostenersparnis für das gesamte System bedeuten.

Geringere Kosten durch recycelte Rohstoffe

Sortenrein getrennte Stoffe werden für die Herstellung von Produkten weiterverwendet und sind wertvolle Sekundärrohstoffe. Diese Weiterverwertung der getrennten Stoffe verringert die Gesamtkosten für die Abfallentsorgung.

Das bedeutet zwar nicht, dass die Abfallgebühr aus diversen Gründen nicht auch ansteigen kann, aber: Würden wir alles in eine Restabfalltonne werfen, wäre das nicht nur eine besonders unökologische, sondern auch die teuerste Variante, um unsere Abfälle zu entsorgen.

Zu viel Restabfall - was tun?

Wenn am Abfuhrtag jedesmal die Abfalltonne überquillt, bitte beim Magistrat eine größere Tonne bestellen: Kommunale Dienste/Abfallwirtschaft 07242/235 DW 9520 oder 9521.

Wird die Mülltonne nur manchmal zu klein - nach Feiertagen, nach einer Geburtstagsparty, beim Übersiedeln- gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder den Abfall im Altstoffsammelzentrum gegen Bezahlung abgeben oder einen Abfallsack kaufen.

Abfallsäcke können im Rathaus oder in einem der beiden ASZ erworben werden: ein Sack fasst 90l und kostet € 4,30 inkl.10% USt (Stand: 2019).

Den gefüllten Sack neben die Abfalltonne stellen, er wird im Gegensatz zu diversen anderen Sackerln (siehe Foto) bei der nächsten Abholung mitgenommen.

Laut Abfallordnung der Stadt Wels dürfen Abfallbehälter nur soweit befüllt werden, dass sie stets ordnungsgemäß geschlossen werden können.