Eigentlich ist es die natürlichste Sache der Welt.

Was der Boden hervorbringt, soll wieder zur Erde zurückkehren. Die Natur produziert keinen Abfall.

Um den Abfallberg klein zu halten und die Ressourcen unserer Erde zu schonen, ist nach der Vermeidung die Verwertung die beste Lösung. Jeder kann durch die richtige Trennung des Bioabfalls seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Bioabfall ist ein natürlicher und hochwertiger Rohstoff. Aber nur, wenn er auch getrennt gesammelt wird. Bioabfall in der Restabfalltonne verursacht unnötig hohe Kosten in der Abfallverbrennung.

Getrennt gesammelter Bioabfall wird in der Kompostieranlage zu wertvollem Kompost verwertet. Er ersetzt Kunstdünger und Torf und wirkt dem Überdüngen unserer Böden und unseres Wassers entgegen. Fertiger Qualitätskompost bewirkt deutliche Bodenverbesserung, hat beachtliche Düngeleistung und schafft Abhilfe bei Pflanzenkrankheiten und Schneckenplagen.

Küchenabfälle

Machen Sie es wie Ihre Nachbarn und sammeln Sie Ihre Küchenabfälle bereits in der Küche bequem

 

Bioabfall lässt sich mit dem Maisstärkesack oder Papiersack geruchsarm sammeln. Verwenden Sie aber das richtige Sackerl zum Sammeln, denn Kunststoffe und alle sonstigen nicht verrottbaren Fehlwürfe müssen händisch aussortiert werden.

Erklärvideo

Das Maistärkesackerl ("Bio-Kreislaufsackerl") ist zertifiziert nach EN 13432 und hat diese Logos aufgedruckt:

 

Dazu gibt es den passenden SammelbehälterAir Max, ein grünes, löchriges Küberl. Der Vorsammelbehälter ist zur Stelle, wenn Küchenabfälle - wie Zubereitungsreste oder verdorbene Lebensmittel (OHNE Verpackung!) - entsorgt werden müssen. Er findet unter der Abwasch bequem seinen Platz.

Durch den Vorsammelbehälter wird der Bioabfall belüftet und bleibt trocken und frisch. Fäulnisprozesse, Schimmelpilze und unangenehme Gerüche können so minimiert werden.  Auch das Gewicht des Bioabfalls wird dabei um 20% reduziert.

Für den Papiersack kann man den Sackständer aus Metall verwenden. Fragen Sie am Gemeindeamt oder bei uns nach den Sammelhilfen.

Die Bioabfuhr erfolgt wöchentlich. Jeder Haushalt kann 52 Stück Bioabfallsäcke (Papier oder Maisstärke) pro Jahr kostenlos bei der Gemeinde abholen.

Die Bioabfallsammlung kann eine hilfreiche Ergänzung zur Eigenkompostierung sein. Essensreste und verdorbene Lebensmittel aus der Küche oder Unkräuter und erkrankte Pflanzenteile aus dem Garten sind auf der Kompostieranlage besser aufgehoben, da dort bei höheren Temperaturen eine Hygienisierung stattfindet.

Was gehört in den Bioabfallsack?

Obst- und Gemüseabfälle, Schnittblumen, Gartenunkraut, Topfpflanzen (ohne Topf!), Haare, Federn, Kaffeefilter, Teebeutel, verdorbene Lebensmittel ohne Verpackung, Speisereste, Eierschalen, Kleintiermist, kompostierbare Katzenstreu, reine Holzasche, Sägespäne, Küchenrolle, Einwickelpapier, Pappteller, Holzspieße, Papierservietten, -handtücher, -taschentücher, ...

Bitte niemals Plastik zum Bioabfall geben, das verrottet nicht und muss händisch aussortiert werden!

Vor allem im Sommer beachten: Heiße Tipps für heiße Tage!

Das darf nicht rein:

Plastikverpackungen, Alu-Folien, Kohlenasche, Staubsaugerbeutel, größere Mengen rohes Fleisch und Tierkadaver*, Trankabfälle tierischer Herkunft, Knochen, Zigaretten, Speiseöl**, Marinaden, Abfälle aus dem Hygienebereich, Windeln, Textilien, Kehricht, Restabfall, Hundekot und Katzenstreu, beschichtetes Papier, Glas, Problemstoffe (Medikamente, Batterien etc.), ...

*Fleisch und Tierkadaver bitte zur Sammelstelle für Tierkörper bringen.
**Speiseöle & Fette sammeln Sie im „ÖLI“.
Gartenabfälle

Grünabfälle aus dem Garten

Wo es möglich ist, sollen Grünabfälle direkt im Garten belassen werden, z.B. Grasschnitt zum Mulchen verwenden oder mit Strauchschnitt eine Behausung für Igel und Zaunkönig schaffen. Etwas aufwändiger ist die ordnungsgemäße Hausgartenkompostierung des Materials (siehe weiter unten).

Für kleinere Mengen Laub, Gras oder Blumenabfälle können Sie bei der Gemeinde 80 Liter Laubsäcke erwerben. Diese werden im Rahmen der Bioabfuhr mitgenommen. Größere Mengen können Sie zu den Öffnungszeiten direkt zur Kompostieranlage (bis 2 m³ Grünschnitt und 4 m³ Strauchschnitt kostenlos) bringen.

Kompostieranlagen im Bezirk Rohrbach:

  • Altenfelden: Schürz Hubertus, Höferhofweg 42
  • Auberg: Starlinger Albert, Hehenberg 11
  • Haslach: Walchshofer Josef, Neudorf 18
  • Hofkirchen: Hain Martin, Gerastorf 1
  • Julbach: Auberger Michael, Preuer 5
  • Kirchberg: Lehner Anton, Ebersdorf 5
  • Kleinzell: Schauer Georg, Steining 11
  • Lembach: Ammerstorfer Franz, Obernort 4
  • Neustift: Stadler Thomas, Dittmannsdorf 11
  • Niederwaldkirchen: Lindorfer Martin, Witzersdorf 13
  • Peilstein: Pfeil Johann, Höhenstraße 1
  • Putzleinsdorf: Kehrer Josef, Daglesbach 6
  • Rohrbach-Berg: Hofer Gerald, Neundling 12
  • Sarleinsbach: Scharinger Franz, Innerhötzendorf 1
  • Helfenberg: Mittermair Johannes, Mühlholz 13
  • St. Martin: Pusch Dominik, Lanzersdorf 6
  • St. Peter: Hainzl Alfred, Iglbachstraße 14
  • St. Veit: Rechberger Martin, Kepling 8
  • Ulrichsberg: Pröll Walter, Markt 5
Hausgartenkompostierung

Bio-Recycling ist wertvoll für den Garten

Unsere Kulturpflanzen benötigen einen lockeren humusreichen Boden mit ausreichend organischem Kohlenstoff und Düngestoffen wie z.B. Kohlenstoff. Biogene Abfälle enthalten genau diese Wertstoffe, sie müssen lediglich durch eine fachgerechte Kompostierung in die „richtige Form“ gebracht werden. In Folge der Kompostierung werden die biogenen Abfälle vollständig abgebaut und durch Eigenwärme hygienisiert. Im Anschluss bilden sich Humuskrümel, in die Kohlenstoff und Stickstoff eingebunden werden. Der fertige Qualitätskompost bewirkt eine deutliche Bodenverbesserung, hat eine beachtliche Düngeleistung und schafft Abhilfe bei Pflanzenkrankheiten und Schneckenplagen. Egal, ob Sie Ihre biogenen Abfälle selbst im eigenen Garten kompostieren möchten, oder es vorziehen, eines der angebotenen kommunalen Sammelsysteme in Ihrer Gemeinde bzw. Ihrem Magistrat zu nutzen, sicher ist: Die fachgerechte Verwertung von biogenen Abfällen ist eine tolle Sache und ein unverzichtbarer Beitrag zum nachhaltigen Umwelt-, Boden- und Gewässerschutz.

Rotte- vs. Fäulnisprozess

Wenn organische Abfälle bei ausreichender Luftzufuhr (mit Sauerstoff) kompostiert werden, gedeihen aerobe Bakterienstämme, deren Ausscheidungsprodukte stabile Sauerstoff-Verbindungen (O) sind. Hefen, Pilze, Spurenelemente (Zink, Kupfer Mangan), Phosphorsäure, Salpeter-Stickstoff (NO3), Eiweiß, Vitamine, Antibiotika etc. Dieser biologische (lebensfreundliche) Vorgang wird allgemein als Rotteprozess bezeichnet. Werden organische Abfälle hingegen unter Luftabschluss, also ohne Sauerstoff gelagert, gedeihen an-aerobe Bakterienstämme, deren gasförmige Ausscheidungsprodukte giftige Wasserstoff-Verbindungen (H) sind. Dieser A-biotische (lebensfeindlichen) Vorgang wird allgemein als Fäulnisprozess bezeichnet.

Das richtige Umfeld

Kompostierung ist kein mechanischer Vorgang, kein Zufall oder Zauberei, sondern ein natürlicher biologischer Umwandlungsprozess, der gewissen Grundregeln folgt. Nach acht bis zwölf Wochen ist der Kompost reif und nach Absiebung gebrauchsfertig. Wichtig sind die richtige Mischung und ein ausgewogenes Verhältnis an kohlenstoff- und stickstoffreichen Ausgangsmaterialien sowie die Zugabe von 10%-tonhältiger Erde. Da die biologische Umwandlung von im Boden vorhandenen aeroben (sauerstoffliebenden) Mikroorganismen (Pilzen, Bakterien etc.) erledigt wird, muss der Kompostierer während der gesamten Bearbeitung für das richtige Klima sorgen. Wenn im Kompostwalm (= Miete) neben der richtigen homogenen Materialmischung auch der passende Feuchtigkeitsgehalt, die richtige Temperatur (50° bis 65°C) und immer genügend Sauerstoff (durch mehrmaliges Umsetzen) vorhanden sind, entsteht in Kürze ein qualitativ hochwertiges Endergebnis.

    So funktioniert Kompostherstellung:

  •         Kompostwalm mit geeigneten Materialen aufsetzen und homogen durchmischen
  •         am nächsten Tag erneut umsetzen (ein Textil-Vlies schützt vor Regen und Austrocknung!)
  •         Nach dem 3. bis 5. Tag erneut belüften durch umsetzen und danach 1 mal pro Woche

    Voraussetzungen für Qualitätskompost:

  •         saubere Sammlung/Materialqualität
  •         optimale Materialmischung (C/N)
  •         optimaler Feuchtigkeitsgrad
  •         optimaler Temperaturverlauf (Hygiene)
  •         ausreichende Sauerstoffzufuhr für die tätige Mikroflora
  •         optimale Pflege der Mieten durch den Kompostierer während des Rotteverlaufes

    Eigenschaften von verwendungsreifem Qualitätskompost:

  •         sollte eine „Krümelstruktur“ aufweisen, „erdig“ riechen und keine Klumpen bilden
  •         sollte Nitrat/Nährstoffe in gebundener Form und einen neutralen ph-Wert enthalten
  •         darf keine keimfähigen Samen enthalten & muss pflanzenverträglich sein
  •         darf kein Sulfid & Nitrit enthalten und muss einen Ammoniumgehalt unter 2ppm haben
  •         sollte natürliche Antibiotika und Vitamine enthalten und keine Krankheitserreger
  •         belebt, aktiviert und lockert den Boden, hat hohe Düngekraft und kann Dauerhumus bilden.
Buchsbaumzünsler

Steckbrief, Behandlung und Entsorgung

Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) ist in Österreich als invasive Art („Neubürger“ mit negativer Auswirkung) fix angekommen. In Zentraleuropa konnte sich dieser Falter flächendeckend innerhalb von 10 Jahren ausbreiten.

Beschreibung:

Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) ist ein ostasiatischer Kleinschmetterling. Die Raupen sind bis zu fünf Zentimeter lang, gelbgrün bis dunkelgrün, schwarz - weiß gestreift, mit schwarzen Punkten, weißen Borsten und schwarzer Kopfkapsel. (Quelle: Land Oberösterreich)

Behandlung:

Dem Buchsbaumzünsler mittels bekannter Methoden Einhalt zu gebieten, ist nur sehr eingeschränkt möglich.

  • Mechanisches Entfernen (Abklauben, Wasserstrahl-Methode) oder Spritzmittel helfen nur bei akutem Befall, schützen aber nicht vor neuerlicher Besiedlung (bis zu drei Generationen pro Jahr).
  • Chemische Mittel (biologisch oder konventionell) schädigen auch andere Lebewesen, wie Vögel und andere Insekten.
  • Fressfeinde: Einige Vögel, wie Spatzen oder andere Singvögel sind gerade  dabei, den Buchsbaumzünsler trotz seiner Giftigkeit für sich als Nahrungsquelle zu entdecken. Nur verläuft diese Anpassung erst schrittweise und wird in voller Wirkung womöglich Jahre benötigen.
  • Rodung: Letztlich entscheiden sich viele für die Rodung befallener Sträucher.

Entsorgung:

Keine Eigenkompostierung! Bei der Eigenkompostierung werden die für die Abtötung der Raupen erforderlichen Temperaturen nicht erreicht. Anders sieht es bei professionellen Kompostanlagen aus. Dort werden über mehrere Wochen 50°C und mehr erreicht.

Restabfall: Kleine Mengen können direkt in die Restabfalltonne eingebracht werden. Darüber hinaus kann man zusätzliche Restabfallsäcke im ASZ oder am Gemeindeamt kaufen, die im Zuge der Restabfallabfuhr mitgenommen werden.

Kompostanlagen: Bitte klären Sie mit Ihrem Kompostierer, OB und wenn ja, WANN Sie befallenes Buchsbaummaterial bringen können. Keinesfalls befallene Pflanzen ohne Rücksprache mit dem Kompostierer zum „normalen“ Strauchschnitt geben.

Verbrennung: Normalerweise ist die Verbrennung verboten! Für mit dem Buchsbaumzünsler befallene Pflanzen gilt eine Ausnahme. Allerdings sind dabei einige Vorgaben zu beachten wie z.B.:

  • Meldung an die Gemeinde
  • Verhinderung einer unkontrollierten Ausbreitung des Feuers
  • nur bei geeigneter Wetterlage
  • Belästigung und Gefährdung der Nachbarschaft verhindern