"Wirf nix raus" - für sichere und saubere Straßen

08.10.2020

Seit Anfang September sieht man die Schilder entlang oberösterreichischer Straßen - schon gesehn?

Die Kampagne „Wirf nix raus“ ist eine Kooperation der Umwelt Profis der kommunalen Abfallwirtschaft, dem Infrastruktur-Landesrat Mag. Steinkellner und der Straßenmeistereien. Sie soll mehr Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umgebung schaffen und die Oö. Bevölkerung auf die zunehmende Vermüllung und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Umwelt sensibilisieren. Diese Anti-Littering-Maßnahme zielt speziell darauf ab, Aufmerksamkeit an den adäquaten Bereichen zu schaffen.

 

Jedes Jahr werden Tonnen an Müll an Oberösterreichs Straßenrändern und Wiesen achtlos weggeworfen oder liegen gelassen. Der Müll wird etwa bei der Autofahrt aus dem Fenster geworfen oder beim Spazierengehen einfach fallen gelassen. Verpackungen, insbesondere Kunststoffverpackungen und Getränkedosen landen zu Tausenden an Oberösterreichs Straßenrändern und öffentlichen Plätzen. Aber auch Zigarettenstummel und anderer Abfall, der im Freien zurückgelassen wird, muss mühsam wieder aufgelesen und entsorgt werden, da oftmals eine maschinelle Reinigung nicht möglich ist. Dies erfolgt laufend durch den Streckendienst und vor den Mäharbeiten auf den Böschungen sogar mit verstärkter Mannschaft. Die Kosten- und Zeitbelastung ist dabei enorm. Der finanzielle Aufwand der Straßenmeistereien in Oberösterreich beträgt jährlich rund 1,5 Millionen Euro. Aus diesem Grund wurden Anfang September von den Straßenmeistereien Schilder und Transparente, die gegen Vermüllung protestierende Tiere zeigen, entlang von Straßen, an Kreisverkehren, Brücken und in Parks aufgestellt. Insgesamt wurden in ganz Oberösterreich 70 Schilder, 50 Transparente und 150 fünfteilige Schilderserien aufgestellt.

 

Eine Gefahr für Natur, Tiere und Mitmenschen

An jenen Kerngebieten, wo viel Littering auftritt, wird auch die Lebensqualität der Menschen eingeschränkt. Dies kann nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaftsform mit sich bringen, sondern auch die Gesundheit beeinflussen. Ebenso sind die Tiere von der Problematik der Vermüllung betroffen. Liegt der Abfall erst einmal in der Natur auf Wiesen und Feldern, wird er nicht selten von Tieren gefressen, die sich dabei schwer verletzen können. Beziehungsweise werden Abfälle durch das Mähen von Grünland zerkleinert und können so etwa in Futtermittel gelangen und dieses verschmutzen. Des Weiteren wird unser Boden durch weggeworfenen Müll verunreinigt und Giftstoffe, wie etwa von weggeworfenen Zigarettenstummeln gelangen in die Erde und Gewässer. Da Zigarettenfilter aus Cellulose-Acetat, also im Prinzip aus Kunststoff bestehen, können sie nicht biologisch abgebaut werden. Je nach Ablagerungsort dauert es mehrere Jahre, bis sich herkömmliche Zigarettenfilter aufgelöst haben.