Biomüll trennen und Gärtnereigutschein gewinnen
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Warum sind Plastiksackerl im Bioabfall ein Problem?
Störstoffe im Bioabfall, wie z.B. die Plastiksackerl , können nicht kompostiert werden. Zu viele Fehlwürfe machen das Biomaterial sogar unbrauchbar, muss dann über den Restmüll entsorgt werden. Das ist schade, denn damit geht Material verloren und es entstehen hohe Kosten.
- Verunreinigung des Kompostes: Plastik kann den Kompostierungsprozess stören und die Qualität des fertigen Komposts beeinträchtigen. Plastikteile bleiben unverändert und können den Kompost verunreinigen, was die Nährstoffqualität mindert. Bei starker Verunreinigung wird das Material unbrauchbar und muss mit dem kostenintensiven Restmüll entsorgt werden.
- Schwierigkeiten bei der Verarbeitung: Kompostieranlagen sind darauf ausgelegt, biologisch abbaubare Materialien zu verarbeiten. Plastik wird nicht biologisch abgebaut und kann daher Maschinen und Prozesse in der Anlage beeinträchtigen.
- Umweltverschmutzung: Plastikmüll, der nicht ordnungsgemäß entsorgt wird, kann schließlich in die Umwelt gelangen, wo er lange Zeit verbleibt und Schäden anrichten kann.
- Unnötige Kosten: Die Entsorgung von Plastik in der Biotonne verursacht zusätzliche Kosten für die Kommunen, da die Verunreinigung den Aufwand für die Sortierung und Verarbeitung erhöht.
Was passiert mit dem Biomüll aus meiner Biotonne?
Er wird zur oö. Kompostieranlage bei fachlich geschulten Landwirten gebracht. Dort wird das Material zerkleinert und in der Anlage gelagert. In dieser Lagerzeit, wo regelmäßig Feuchtigkeit und Luftzufuhr kontrolliert werden muss, zersetzen Mikroorganismen und Pilze das Material. Das Ganze ist ein vollkommen natürlicher Prozess und passiert in ähnlicher Weise z.B. mit abgestorbenen Blättern im Wald. Das Ergebnis ist dann Komposterde, die gesiebt wird und dann zum Beispiel für den Garten oder das Hochbeet verkauft werden kann.
Alternativ kann Biomüll auch in der Biogasanlage in Linz verwertet werden. Dabei zersetzen die Mikroorganismen in einem Fermenter den Biomüll und produzieren dabei Biogas. Dieses Biogas kann dann zum Beispiel zur Stromgewinnung oder Wärmeproduktion eingesetzt werden. Was dann noch überbleibt, kann wiederum als Dünger weiterverwendet werden.
Zusammengefasst bedeutet das: Aus Biomüll entstehen Kompost, Dünger, Energie und Wärme.
Was genau darf nun in die Biotonne und was nicht?
Die Biotonne ist vor allem für Obst- und Gemüsereste, Speisereste, Grünschnitt und Gartenabfälle gedacht. Auch Eier- und Orangenschalen dürfen - entgegen mancher Gerüchte - in die Biotonne.
Problematisch sind Verpackungen aller Art, insbesondere Kunststoffverpackungen und -säcke. Auch wenn „biologisch abbaubar“ drauf steht, können diese meist nicht in der Anlage kompostiert werden. Als Sammelhilfe können zertifizierte Bioabfallsackerl verwendet werden. Nur diese sind wirklich zuverlässig und zu 100% in der Kompostieranlage kompostierbar. Man erkennt sie am Keimlingssymbol oder an der Aufschrift „Ok-Kompost“. Diese Sackerl sind ganz normal im Handel erhältlich. Reine Papiersackerl sind als Sammelhilfe auch möglich, denn Papier verrottet ja auch. Es sollte nur nicht allzu viel Papier in der Biotonne landen, da dies den Rotteprozess stören kann.
