Ausschreibung Markenrelaunch
Agenturwettbewerb: Markenrelaunch der OÖ Umweltverbände
Der OÖ Landesabfallverband initiiert einen Ideenwettbewerb zur umfassenden Neugestaltung der Markenarchitektur der kommunalen Abfallwirtschaft in Oberösterreich.
Ziel des Projekts ist der Aufbau eines konsistenten, klar verständlichen und zukunftsfähigen Markenauftritts für das gesamte System der kommunalen Abfallwirtschaft. Dieses umfasst die Bezirksabfallverbände (BAV), die Abfallwirtschaft der Statutarstädte sowie die Altstoffsammelzentren (ASZ).
INFO: Die Präsentation der besten drei Arbeiten ist am 27. Mai ab 10:00 geplant. Der genaue Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben. Bitte ggf. diesen Termin freihalten!
gestellte Rückfragen:
Fragen zu Marken, Wording oder Begriffen:
Soll ASZ immer nur als Abkürzung aufscheinen oder kann es auch ausgeschrieben sein?
Das ASZ kann im Logo auch ausgeschrieben werden, muss aber nicht.
Muss „OÖ Umweltverbände“ im Sublogo “OÖ Umweltverbände - BAV XY” dominieren bzw. zwingend oben (als erstes) stehen?
Nein. Je nach Konzept kann die Regionalbezeichnung stärker gewichtet sein. Entscheidend ist, dass die Zugehörigkeit zur Dachmarke auf den ersten Blick eindeutig erkennbar ist.
Soll es beim ASZ auch eine Ortsbeifügung geben? Siehe Seite 3 mit dem Beispiel St. Georgen und Wels im Dokument „Wichtige Touchpoints und Anwendungsgebiete“
Für das ASZ-Logo ist in diesem Schritt keine Ortsbeifügung erforderlich. Der jeweilige Standortname erscheint nur am Gebäudeschild und auf der Website. Relevanz entsteht daher erst beim Redesign der Beschilderung, nicht beim Grunddesign.
Anschlussfähigkeit an bestehende Logos — Intention und Gewichtung
In den Unterlagen wird einerseits ein „echter Neustart" mit „Mut und Kreativität" gefordert, andererseits eine „behutsame Weiterentwicklung" mit Anschlussfähigkeit an die bestehenden Logos. Um das Konzept richtig auszurichten - wär es für uns wichtig zu wissen, was gewünscht ist. Eine komplette Neuausrichtung oder eine Anbindung an das bestehende System. Ziel ist kein rein inkrementelles Redesign der bestehenden Logos, sondern eine klare Neuausrichtung im Sinne einer starken Dachmarke mit konsistenter Markenarchitektur.
„Anschlussfähigkeit“ bedeutet in diesem Zusammenhang keine konkrete gestalterische Weiterführung der bestehenden Logos, sondern die Sicherstellung von Wiedererkennbarkeit, Orientierung und Übergangsfähigkeit für die Bevölkerung – insbesondere und vor allem im Hinblick auf die Marke „ASZ“.
Wie diese Anschlussfähigkeit im Detail hergestellt wird, ist bewusst Teil der konzeptionellen Leistung der Agentur. Aus heutiger Sicht lässt sich lediglich festhalten, dass beim ASZ bestimmte visuelle Merkmale (z. B. Grundform des Vierecks & „ASZ“ darin) in der Wahrnehmung etabliert sind und daher eine Rolle spielen können.
Bei der Dachmarke steht – deutlich stärker als beim ASZ – eine grundlegende Neuausrichtung im Vordergrund.
Die Anschlussfähigkeit an bestehende Gestaltungselemente tritt dabei zugunsten einer klaren, zukunftsfähigen Markenarchitektur mehr in den Hintergrund.
ASZ-Namenslogik — Ortsbeifügung
In den Unterlagen wird festgehalten, dass das ASZ-Logo „nicht der Namenslogik der BAV-Submarken unterliegen" muss. Ist damit konkret gemeint, dass für das ASZ-Grundlogo in dieser Phase keine Ortsbeifügung (z.B. „ASZ Wels") erforderlich ist — und der Standortname lediglich auf Gebäudeschildern und der Website erscheint? Oder ist eine andere Abweichung von der Namenslogik gemeint?
Das bedeutet zum einen, dass die Ortsbezeichnung eines ASZ nicht als Bestandteil des Logos verstanden wird, sondern als funktionale Standortinformation, die primär im Gebäudeschild sowie als Standortbezeichnung (z. B. auf der Website) eingesetzt wird. Zum anderen ist es nicht erforderlich, dass das ASZ im Namen unmittelbar auf die Dachmarke Bezug nimmt (z. B. im Sinne von „OÖ Umweltverbände – ASZ XY“). Entscheidend ist vielmehr, dass die visuelle Zugehörigkeit zur Markenfamilie eindeutig erkennbar ist, ohne die Eigenständigkeit der ASZ als operative Standorte zu beeinträchtigen.
Stadt Wels — Umfang des Logo-Systems
In der Projektbeschreibung (Abschnitt 2.1, Phase 1) werden unter den Submarken 15 BAVs sowie „Stadt Wels" angeführt. In der Kurzübersicht wird Wels jedoch als Statutarstadt geführt, für die laut Hinweis in den Unterlagen kein eigenes Logo im Rahmen dieses Projekts vorgesehen ist. Können Sie kurz klarstellen, wie das gemeint ist. Ja, das ist korrekt – hier besteht aktuell noch ein offener Punkt, der im weiteren Prozess zu klären ist.
Für die entsprechende Magistratsabteilung der Stadt Wels wird in einem späteren Schritt voraussichtlich eine projektspezifische Adaptierung erforderlich sein. Diese ist jedoch nicht Gegenstand der Wettbewerbsarbeiten und muss daher im Rahmen der Einreichung nicht berücksichtigt werden.
Welche Merkmale des bisherigen Auftritts sind für Sie unverzichtbar und sollen auf jeden Fall erhalten bleiben? Oder anders gefragt, welche Bestandteile des bisherigen Erscheinungsbildes prägen die Wahrnehmung nach außen so stark, dass sie im neuen Auftritt unbedingt erhalten bleiben müssen? Welches der bestehenden Logos soll im neuen Auftritt am deutlichsten wiederzuerkennen sein?
Die beiden Fragen zusammenfassend: Am deutlichsten soll das ASZ – Logo wiederzuerkennen sein. Wie dies gelingt, sehen wir als Teil der konzeptionellen Leistung. Aus heutiger Sicht lässt sich aber festhalten, dass beim ASZ bestimmte visuelle Merkmale (z. B. Grundform des Vierecks & „ASZ“ darin) in der Wahrnehmung etabliert sind und daher eine Rolle spielen. Anhaltspunkt dafür können die bereits erfolgten Relaunch-Versuche sein (siehe Projektbericht).
Bei den BAV – Logos könnte vor allem die Schriftart des „BAV“-Logos und ein ähnlicher Grünton für ausreichend Wiedererkennung sorgen. Bei der Dachmarke steht – deutlich stärker als beim ASZ – eine grundlegende Neuausrichtung im Vordergrund.
Die Anschlussfähigkeit an bestehende Gestaltungselemente tritt dabei zugunsten einer klaren, zukunftsfähigen Markenarchitektur mehr in den Hintergrund. Bitte den Bezug zur Kreislaufwirtschaft nicht übersehen, der uns sehr wichtig ist!
Wo wünschen Sie sich ganz bewusst Veränderung bzw. Modernisierung?
Vor allem bei der Dachmarke, bei allen Elementen. Hier liegt der Fokus deutlich auf Modernisierung und bessere Aussagekraft. Beim ASZ Logo wünschen wir uns vor allem bei der farblichen Gestaltung des Originallogos (Farbverlauf) eine Modernisierung.
Haben Sie eine Wunschvorstellung über welche Elemente soll der Wiedererkennungswert vor allem gesichert werden? (z.B. Farben, Form/Symbol, Typografie, Stil)
Hier erwarten wir, dass vor allem die ausgearbeitete Markentonalität und unsere Werte (siehe Projektbeschreibung) in die Gestaltung der neuen Dachmarke einfließen. Am stärksten soll das ASZ wiedererkennbar sein – zum Beispiel durch Erhalt der Grundform. Die beiden bereits erfolgten Modernisierungsversuche des ASZ-Logos (siehe Projektbeschreibung) können als Orientierung dienen, welche gestalterischen Elemente in der Wahrnehmung als prägend etabliert sind und daher im weiteren Prozess berücksichtigt werden können.
Wie stark darf sich der neue Auftritt insgesamt vom bisherigen unterscheiden? (eher behutsame Weiterentwicklung / deutliches Re-Design / komplett neu andenken?)
ASZ: eher behutsame Weiterentwicklung
Dachmarke: Darf durchaus neu gedacht werden.
Wird das Vor-Ort-Branding (Schilder etc.) neu gemacht (BAV, ASZ)?
Es ist ein evolutiver, phasenweiser Markenrelaunch vorgesehen. Das bedeutet, dass insbesondere kostenintensive Elemente wie Gebäudeschilder nicht flächendeckend sofort ausgetauscht, sondern im Zuge von Neubeschaffungen, Wartungen oder anstehenden Erneuerungen sukzessive umgestellt werden. Ein vollständiger Rollout ist daher mittel- bis langfristig geplant.
Fragen zur Ausschreibung selbst:
Ist der Umfang der Einreichung streng auf max. 3-4 Seiten festgelegt?
Die Seitenzahl ist als Richtwert gedacht, um den Aufwand zu begrenzen.
Eine Erweiterung auf max. 7 Seiten ist möglich, wenn es für nötig erachtet wird (aber absolut kein Muss!!!).
Bewertet wird der Inhalt, nicht der Umfang.
Fragen zu den Angeboten:
Was genau ist gemeint unter “Relaunch Social Media Kanäle” und “Redesign Webseite www.umweltprofis.at” (Teil des Angebotes von Phase 2)?
Gemeint ist die visuelle Neugestaltung – keine Programmierung.
Die Website (Typo3) bleibt in Struktur und Content weitgehend bestehen, wird aber an die neue CI angepasst.
Bei Social Media geht es um den künftigen visuellen Auftritt (Facebook/Instagram) inkl. Vorlagen.
Müssen im CI Manual (sollte im Angebot aufgeführt sein) bereits sämtliche Vorlagen für Rollups, 16 Bogen Plakate etc. inkludiert sein?
Nein. Es geht im CI Manual vor allem um allgemeine Beschreibungen, zum Beispiel die genaue Beschreibung des visuellen Konzeptes, klare Definition von Farben, Schriften, Überschriften, Logovarianten, mögliche Platzierungen, Rasterlogik, ausdrücklich NICHT erlaubte Platzierungs- und Logovarianten, eventuell auch das Aussehen von Elementen wie z.B. Tabellen, Platzierung von Fotos in einem Dokument,… und ein erstes Grunddesign eines Flyers.
Mit welchen Programmen arbeiten wir?
Wir arbeiten primär mit den typischen Office-Produkten (Word, PowerPoint,..) und im graphischen Bereich mit den Adobe - Produkten. Eine Canva-Schulung ist geplant. Vorlagen Flyer, Plakate etc. benötigen wir aber typischer Weise in Adobe Indesign oder Adobe Illustrator.
Teilnahme und Rückfragen
Die Wettbewerbsarbeiten sind elektronisch zu übermitteln. Rückfragen sind ausschließlich schriftlich per E-Mail möglich (nicole.palmetshofer (at) umweltprofis.at) und werden gesammelt allen Teilnehmer:innen auf dieser Seite weiter oben zur Verfügung gestellt, um ein transparentes Verfahren sicherzustellen.
Projektdetails und Hintergrundwissen
Zielsetzung
Im Rahmen des Relaunchs soll eine klare Markenarchitektur mit einer starken Dachmarke entwickelt werden:
„OÖ Umweltverbände“
Diese soll als zentrale Absendermarke fungieren und alle Submarken (BAV, Städte sowie ASZ) in ein schlüssiges Gesamtsystem integrieren.
Zentrale Zielsetzungen sind:
- eindeutige Absenderklarheit auf allen Ebenen
- klare, intuitive Zuordnung aller Submarken zur Dachmarke
- Entwicklung einer konsistenten visuellen Systematik
- hohe Wiedererkennbarkeit im gesamten Bundesland
- verständliche visuelle Übersetzung der Kreislaufwirtschaft
- Verbindung von regionaler Verankerung und überregionaler Wirksamkeit
Aufgabenstellung im Ideenwettbewerb
Gesucht werden überzeugende konzeptionelle Ansätze für die visuelle Umsetzung der neuen Markenfamilie.
Im Fokus stehen insbesondere:
- Entwicklung von 1–2 Leitideen für Dachmarke und Submarken
- erste Entwürfe für ein Logo-System (Dachmarke, BAV, ASZ)
- Ansätze für ein einheitliches Corporate Design
- Vorschläge für einen zentralen Markenclaim
- kurze Herleitung und Erläuterung der konzeptionellen Überlegungen
Anforderungen an das zukünftige Markensystem
Die zu entwickelnde Markenlösung soll insbesondere folgende Kriterien erfüllen:
- klare, konsistente Markenarchitektur (Dachmarke + Submarken)
- eindeutige Absenderfunktion und hohe Verständlichkeit
- sichtbarer Bezug zur Kreislaufwirtschaft (z. B. „Chasing Arrows“ oder vergleichbare Lösung)
- hohe Skalierbarkeit (von digitalen Anwendungen bis zur Gebäudebeschriftung)
- einfache und praxisnahe Anwendbarkeit im Arbeitsalltag
- Anschlussfähigkeit an bestehende Markenauftritte
Strategische Leitplanken
Die konzeptionelle und gestalterische Ausarbeitung basiert auf bereits definierten strategischen Grundlagen, die als gesetzt gelten:
- Markenkern:
„Einfach richtig handeln. Gemeinsam mit der kommunalen Abfallwirtschaft für ein sauberes und lebenswertes OÖ – heute und morgen.“ - Purpose:
Beitrag zu einem sauberen und lebenswerten Oberösterreich durch verlässliche Entsorgungs- und Recyclinginfrastruktur sowie Bewusstseinsbildung für ressourcenschonendes Handeln - Kernwerte:
Verlässlichkeit, Nachhaltigkeit, Glaubwürdigkeit, Bürgernähe, Professionalität, Ordnung - Markentonalität:
verantwortungsbewusst, vertrauenswürdig, professionell, gleichzeitig nahbar und zukunftsorientiert
Ablauf und Zeitplan
- Start des Wettbewerbs: 07. April 2026
- Abgabefrist: 11. Mai 2026, 09:00 Uhr
- 1. Bewertungsrunde: Jurybewertung anhand definierter Kriterien
- 2. Runde: Präsentation der bestgereihten Konzepte vor der Jury
- Finalentscheidung: durch den LAV-Beirat am 09. Juni 2026
Bewertungskriterien
Die eingereichten Konzepte werden anhand eines strukturierten Kriterienrasters bewertet. Im Fokus stehen insbesondere:
- strategische Qualität und Problemlösungskompetenz
- Klarheit der Markenarchitektur und Absenderfunktion
- visuelle Qualität und Wiedererkennbarkeit
- Umsetzbarkeit und Alltagstauglichkeit
- Wirtschaftlichkeit und Nachvollziehbarkeit des Angebots
