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2. Mythos Kunststoffe: "Wird eh alles sinnlos verbrannt!"

 

FALSCH! Viele Kunststoffe sind wertvolle Sekundärrohstoffe. Aus ihnen werden z. B. Fleecepullis und Kanalrohre hergestellt.

Hintergrund:

Warum mehr als 15 verschiedene Kunststoffe im ASZ gesammelt werden:

Werden Kunststoffe sortenrein gesammelt, können daraus viel hochwertigere Produkte entstehen als aus gemischten Kunststoffen. Im ASZ kann man eine Vielzahl von Kunststoffprodukten abgeben. Die Weiterverarbeitung der gesammelten Kunststoffe zu Regranulaten erfolgt in Kunststoffbetrieben. So wird aus in den ASZ gesammelten PET-Flaschen zum Beispiel ein Fleecepulli, aus den Verschlüssen der Flaschen werden Kübel und aus PS/PP-Kunststoffverpackungen werden unter anderem Schuhabsätze.

 "Dem höheren Sammelaufwand durch die genauere Sammlung steht ein höherer Erlös für die sortenreinen Kunststoffe gegenüber", so DI Christian Ehrengruber, Vorstand der Oö. LAVU AG.

Auch thermische Verwertung ist sinnvoll!

Gemischte Kunststoffverpackungen, wie sie aus der Sammlung über den gelben Sack und die gelbe Tonne gewonnen werden, können nur zu 40 % stofflich verwertet werden. Der Rest geht in die thermische Verwertung. Das Verbrennen der Kunststoffe macht sowohl ökologisch als auch ökonomisch Sinn. Während bei der Verbrennung von Restabfällen nur mehr wenig Energie gewonnen werden kann und diese viel Geld kostet, können Kunststoffe fossile Brennstoffe ersetzen. Vor allem vermengte und verunreinigte Kunststoffverpackungen werden zur Energieerzeugung in der Industrie eingesetzt: Der Heizwert von einem Kilogramm Kunststoff entspricht in etwa dem von einem Liter Heizöl. Typische Verwender/innen sind Zementwerke oder die Zellstoffindustrie.

 


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