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Bioabfalloffensive - Anstrengungen teilweise fortsetzen

Sowohl in der letzten Novelle des Oö. AWG 2009 als auch im Oö. Abfallwirtschaftsplan 2011 wurde der Bereich der Biogenen Abfälle als ein zentrales Handlungsfeld identifiziert: der Erfassungsgrad der Bioabfälle soll deutlich erhöht und der Anteil im Restabfall deutlich reduziert werden. Denn Bioabfälle stellen eine wichtige Ressource z. Bsp. zur Herstellung von Kompost oder zur Gewinnung von Energie und Wärme in Biogasanlagen dar.

So wurde die Biotonne in dicht besiedelten Gemeindegebieten verpflichtend vorgegeben (Ausnahmen sind bei ordnungsgemäßer Eigenkompostierung möglich) und im Abfallwirtschaftsplan Anschlussgrade definiert.

Die aktuelle Analyse zeigt nun insoweit einen Erfolg dieser Offensive, als ein Zusammenhang zwischen der Ausstattung mit Biotonnen (Anschlussgrad) und der Menge an getrennt gesammelten biogenen Abfällen zu erkennen ist, dh je höher der Biotonnen-Anschlussgrad, desto höher ist der gesammelte Menge.

Abb. 5: Zusammenhang zwischen Biotonnen-Anschlussgrad und Menge an getrennt gesammelten biogenen Abfällen in kg/EW.a

 

Jedoch steht der Biotonnen-Anschlussgrad bei genereller Betrachtung in keinem Zusammenhang mit dem Organikanteil im Restabfall.

Werden die Gemeinden jedoch entsprechend ihrer Struktur in Gruppen eingeteilt, können folgende Aussagen getroffen werden (vgl. Abb. 6): Im Zeitraum 1998 bis 2013 ist der Erfassungsgrad an Organik in allen Siedlungsstrukturen gestiegen, und zwar um 10 bis 15 %. Die Menge der getrennt gesammelten Organik ist stärker gestiegen als die im Restabfall erfasste Organik.

Abb. 6: Entwicklung des Erfassungsgrades an Organik in OÖ schichtspezifisch – 1998 bis 2013

Insgesamt lässt sich daraus ableiten, dass zur Erreichung der Ziele 2015 der Bioabfalloffensive noch mehr Anstrengungen erforderlich sind, und zwar: in einzelnen Bezirken durch Erhöhung des Anschlussgrads der Biotonne und in den Statutarstädten durch Erhöhung der Biotonnen-Sammelmenge.

 

 


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