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4. Mythos: "Weiß- und Buntglasverpackungen werden im Sammel-LKW eh wieder zusammengeschmissen"

FALSCH! Die Sammel-LKW haben zwei Kammern mit Trennwand, die Weiß- und Buntglas getrennt auffangen.

Die Oberösterreicher/innen sammelten 2011 insgesamt rund 37.000 Tonnen Glasverpackungen. Glas hat den Vorteil, dass es unendlich oft eingeschmolzen und neu geformt werden kann. Dabei erschwert jede Verunreinigung  den Recyclingprozess. Besonders Weißglas kann nur aus Weißglas wiedergewonnen werden. Bereits eine grüne Flasche reicht aus, um 500 kg Weißglas grünlich zu verfärben. Andere Verunreinigungen wie Keramikeinschlüsse reduzieren die Festigkeit des Glases oder machen es ganz unbrauchbar.

Fehlwürfe führen darum zu höherem Aufwand in der Vorsortierung, die teils händisch erfolgt. Glasrecycling macht sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht Sinn: Altglas schmilzt bei niedrigeren Temperaturen als Primärrohstoffe, das spart teure Heizenergie und trägt zur CO2-Reduktion bei. Österreichweit gesehen spart die Glasverpackungssammlung jährlich den Energieverbrauch von ca. 49.000 Haushalten ein. Der Altglasanteil in den Glasverpackungen beträgt bei Grünglas bis zu 90 % und bei Weißglas bis zu 60 %.


Einschlüsse aufgrund von Fehlwürfen (Bildnachweis: AGR Austria Glas Recycling)

 

 

 


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