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Landesabfallverband


Jahresmengen 2010

Sperrabfallanalyse in OÖ

BAVA beteiligt sich an einer landesweiten Analyse der Sperrabfallmengen und deren Zusammensetzung. Die Menge der Sperrabfälle in den Regionen schwanken zum Einen sehr stark, nehmen andererseits generell aber zu. Um dieses Phänomen näher zu durchleuchten, planen die BAV und der LAV eine größere Untersuchung. Mengenentwicklung und Qualitätsveränderungen sind auch wesentlich für die Planung und Optimierung der Logistik von BAVA. Im Sinne des Klimaschutzes ist BAVA auch bestrebt, seine Leistungsvergabe ökologisch und ökonomisch laufend zu verbessern. Ersten Ergebnisse sind Anfang 2009 zu erwarten.

Entsorgungssicherheit und stabile Entsorgungskosten in OÖ garantiert

Mit der landesweiten über die OÖ BAV AbfallbehandlungsgmbH abgewickelten Mülllösung garantieren wir den Gemeinden und Abfallverbänden eine langfristige Entsorgungssicherheit. Im Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge haben wir uns rechtzeitig um vertraglich zugesicherte Abnahmegarantien bis 2021 bemüht. Darüber hinaus gewährleistet die OÖ BAV AbfallbehandlungsgmbH einen landesweiten Kostenausgleich, der auch im Vergleich zu Deutschland marktkonforme Entsorgungstarife für oberösterreichische Bürger erzielen lässt. Die vergleichbaren Behandlungspreise in Müllverbrennungsanlagen oder Mechanisch-Biologischen Anlagen lagen im Oktober und November 2007 in Deutschland zwischen EUR 70 – 265 / Tonne. Die oberösterreichischen Tarife liegen exkl. ALSAG und exkl. USt zwischen EUR 123 – 127 / Tonne. Selbst unter Hinzurechnung des Altlastensanierungsbeitrages liegen wir damit deutlich unter den mittleren Entsorgungskosten in unserem Nachbarland!

Umladestationsaudit

Die für BAVA bzw deren Gesellschafter tätigen Umladestationsbetreiber stimmten einer gemeinsamen Qualitätsauditierung zu. Klare Abfalltrennung, Abfallzuordnung und optische Qualitätskontrollen sind in meisten Teilen positiv erfüllt bzw konnten durch Verbesserungsvorschläge optimiert werden. In den nächsten zwei Monaten erfolgen die restlichen Auditierungen. Sämtliche Überprüfungen erfolgten im gemeinsamen Konsens zur qualitativ guten Leistungserbringung im Sinne einer sauberen Abfallwirtschaft und bedanken wir uns bei unseren Entsorgungspartnern für die gute Zusammenarbeit.

Abrechnungskoordination ausgebaut

Über die der BAVA unmittelbar angedienten Abfallmengen hinaus konnten seit Frühjahr dieses Jahres auch die bestehenden Altverträge in den abrechnungstechnischen Vorgang der Landeslösung eingebunden werden. Das heißt, dass wir seit April dieses Jahres auch sämtliche bilateralen Verträge mit den Behandlungsanlagenbetreibern AVE einerseits und LSG andererseits abrechnungstechnisch über die BAV AbfallbehandlungsgmbH abwickeln (Treuhandlösung). Diese Verbände (mit Ausnahme der Stadt Linz) sind damit auch, was die Behandlungsleistung betrifft, in den Gesamtkostenausgleich OÖ eingebunden. Durch Weiterentwicklung der elektronischen Datenerfassung können dadurch weitere Synergieeffekte im Verwaltungsaufwand erreicht werden.

Neue EDV-Datenerfassung mit AVIS

Das neue Programm AVIS (Abfall Verrechnungs- und Informations System), welches Wiegeschein-Import, Abgleich, Plausibilitätsprüfung und Statistikauswertung umfasst, ist von Zernpfennig Informatik fertig gestellt worden.
Mit Beginn des 2. Quartals 2007 konnten wir vom Probebetrieb in den Echtbetrieb übergehen. Seit 1. Jänner 2007 wurden bereits alle BAVA-relevanten Wiegescheine (ca. 9.500) in das System übernommen und, soweit möglich, auf Plausibilität geprüft. Das mehrstufige Prüfsystem beim Import garantiert eine konsistente und standardisierte Ablage der Wiegescheine. Das EDV-Datenerfassungsprogramm kann bereits weitgehend automatisch die Outputmengen bei den Umladestationen mit den Inputdaten bei den Behandlungsanlagen abgleichen (mehr als 90 % der Wiegescheine). Durch den Einsatz einer neuen Datenbanktechnologie im AVIS sind alle denkbaren Auswertungen und Statistiken für die BAVA und den BAV möglich. Dadurch konnte der Personalaufwand beim Auswerten der Wiegedaten deutlich verringert werden. ARES (Abfall Erfassungs- und Exporting System), die Software für die Umladestationen ohne eigenes datenbankgestütztes EDV-System, wird bereits seit 1. Jänner 2007 in fünf Umladestationen (UL) angewandt. Die Datenlieferung der UL mit ARES funktioniert bezüglich Output- und Inputdaten besser als erwartet. Von Umladestationen mit eigener EDV und von den Behandlungsanlagen kann der Export der Wiegescheine ebenfalls automatisch durchgeführt werden. Die BAVA geht damit den modernen Weg des papierlosen, elektronischen Warenverkehrs und spart pro Jahr somit rund 20.000 Papier-Wiegescheine. Einstiegsprobleme konnten durch Erstbetreuung vor Ort sehr rasch gelöst werden.


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