Dein Beitrag zum Klimaschutz

02.05.2023

Elektrogeräte und Batterien fachgerecht entsorgen

Wetterextreme, schmelzende Gletscher, Hochwasser – die deutlichen Auswirkungen des Klimawandels sind nicht mehr wegzudiskutieren und schreien nach einem raschen Umdenken und bewussten ökologischen Handeln.

„Jeder kann und muss etwas dazu beitragen – auch die Abfallwirtschaft steht vor neuen Herausforderungen“, erklärt Mag. Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK). „Österreich hat zwar eines der dichtesten Netze an kommunalen Sammelstellen in Europa, doch die von der EU vorgegebenen hohen Quoten bei der Sammlung von Elektroaltgeräten und Altbatterien sind immer schwieriger zu erreichen“, ergänzt Giehser.

Steigerung der Sammelmengen nötig

Im vergangenen Jahr wurden in Österreich rund 138.500 Tonnen Elektroaltgeräte (Geräte aus privaten Haushalten und Gewerbegeräte) und 2.800 Tonnen Gerätealtbatterien gesammelt. „Erfreulich ist, dass es 2021 bei der Sammlung von Gerätealtbatterien erneut gelungen ist, trotz eines leichten Rückgangs der Sammelmasse, die vorgegebene Sammelquote von 45 Prozent zu erfüllen“, so Giehser.

Für die Elektroaltgeräte ergibt sich eine Sammelquote von 57 Prozent, womit Österreich wie bereits 2020 die vorgegebene EU-Sammelquote von 65 Prozent nicht erreichen konnte. Mit der erzielten Sammelquote liegt Österreich zwar weiterhin im Spitzenfeld des EU-Rankings, eine Steigerung der Sammelmengen ist dennoch nötig um die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst reduziert zu halten. Alle Ergebnisse der Studie gibt es auf eak-austria.at nachzulesen.

Raus aus dem Restmüll

Speziell für den Bereich der Sammlung von Elektroaltgeräten sind weiterhin bewusstseinsfördernde Maßnahmen nötig. Denn nach wie vor landen rund 12.000 Tonnen Elektrogeräte im Restmüll. Zudem hat eine aktuelle BOKU-Studie ergeben, dass in jedem österreichischen Haushalt rund acht ungenützte Elektro-, Klein- oder Bildschirmgeräte gehortet werden. Das entspricht ca. 34 Mio. Geräten, die in den Haushalten gelagert sind und die dadurch keiner umweltgerechten Verwertung zugeführt werden. Als Hauptgrund, warum alte Handys, Tablets oder Laptops nicht zur Sammelstelle gebracht werden, führte das Gros der in der BOKU-Studie Befragten Angst vor Datenmissbrauch an.

Neue Bewusstseins- und Informationskampagne

Um diesem Problem entgegenzuarbeiten, startet die EAK 2023 mit einer gezielten Informationskampagne zum Thema: „Wie lösche ich sensible Daten von meinem Handy, Laptop oder Tablet?“. Mittels Videospot  und eines detaillierten Infofolders wird es eine praktische Anleitung zur Lösung des Problems geben. „Neben gezielter Aufklärungs- und Informationsarbeit braucht es in Zukunft jedoch auch einen Ausbau von möglichst niederschwelligen Sammel- und Rückgabelösungen. Nur so können wir eine Verhaltens- und Bewusstseinsänderungen erreichen, die sich wiederum positiv auf die Sammelquote auswirken kann. Nur gemeinsam können wir es schaffen Abfall zu vermeiden, die Sammel- und Recyclingmengen zu erhöhen und damit einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der fatalen Auswirkungen des Klimawandels zu leisten“, resümiert Giehser.