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Bezirk Rohrbach


Gebäudeabbruch - Was ist zu tun?

Im Sinne der Ressourcenschonung sollen verwertbare Baurestmassen wiederverwendet (recycelt) und nicht deponiert werden. Mit 28.10.2016 ist die Novelle der Bauschuttrecycling-Verordnung in Kraft getreten. Damit ergeben sich Änderungen bei Gebäudeabbrüchen, die nach diesem Datum bewilligt wurden.

Grundsätzlich gilt:
  • Der Gebäudeabbruch muss am Gemeindeamt angezeigt werden.
  • Das Bauwerk ist zu entkernen (Herstellung des Rohbauzustandes). Die anfallenden Abfallarten (z.B. Bauschutt, Holz, Metalle, Kunststoffe, Restabfall) müssen getrennt entsorgt werden. Gefährliche Abfälle (wie Asbestzement, Teer, …) sind von nicht gefährlichen Abfällen zu trennen.
  • Die Baurestmassen dürfen nur bewilligt (Baurecht, Naturschutzrecht, Forstrecht) für eine zulässige Baumaßnahme eingesetzt werden.
  • Hat der Bauherr keine zulässige Verwendung für die Baurestmassen, so müssen diese an einen befugten Entsorgungsbetrieb übergeben oder in einer Baurestmassendeponie entsorgt werden.
  • Nach Abschluss der Abbrucharbeiten muss das Formular „Mengenmeldung nach dem Gebäudeabbruch" an den BAV übermittelt werden. Die Daten müssen vom BAV an das Amt der OÖ. Landesregierung übermittelt werden.
  • Sämtliche Gutachten, Fotodokumentationen und Entsorgungsnachweise müssen gemeinsam mit den dazugehörigen Belegen mindestens 7 Jahre aufbewahrt werden. Dies dient zur Beweislage bei einer Überprüfung durch das Zollamt.
Weniger als 750 t Bau- oder Abbruchabfälle:

(darunter fallen beinahe alle Einfamilienbauten)

  • Es ist kein Rückbaukonzept und keine Stör- und Schadstofferkundung durch eine rückbaukundige Person erforderlich.
  • Die Baurestmassen dürfen für eine zulässige Baumaßnahme auf demselben Grundstück verwendet werden. Es ist keine chemische Analyse der Baurestmassen notwendig, sofern sichergestellt ist, dass diese weitgehend frei von Schad- und Störstoffen sind.
Mehr als 750 t Bau- oder Abbruchabfälle:
  • Ein Rückbaukonzept gemäß ÖNORM B 3151 und eine Schad- und Störstofferkundung durch eine rückbaukundige Person ist durchzuführen.
  • Vor einem Einbau der Baurestmassen ist eine chemische Analyse notwendig.

Werden Vorschriften nach dem Altlastensanierungsgesetz nicht eingehalten, kann dies zu empfindlichen Strafen durch die Zollbehörde führen. Um dem vorzubeugen bietet der Bezirksabfallverband Rohrbach eine kostenlose Beratung vor Ort durch Abfallberater Hannes Sonnleitner an, TEL: 07289/6925-14 oder E-Mail: sonnleitner(at)bav-rohrbach.at.

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